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Aktuelle Bilder des Seniorenbeirats

 

Augenoptikermeister Robert Kassebaum jun. - Referat über altersbedingte Makula-Degeneration

Auf Einladung des Seniorenbeirates der Stadt Schongau hielt Augenoptikermeister Robert Kassebaum jun. ein Referat über altersbedingte Makula-Degeneration. Einführend erklärt er anschaulich die Funktion der Makula als Fleck des schärfsten Sehens. Diese altersbedingte Netzhautveränderung ist noch immer nur eingeschränkt behandelbar, jedoch besteht zumindest nicht die Gefahr einer vollständigen Erblindung. Betroffen sind 70 % der Frauen und 30 % der Männer. Deshalb sind regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen ab 55 Jahren, besonders auch bei Diabetikern und vorausgegangener Operation des „Grauen Stars“ wichtig. Neben der Vermeidung allgemein bekannter gesundheitlicher Risikofaktoren ist auch beim Gebrauch von Leuchtkörpern auf vermehrte Blaulichtinhalte zu achten. Es sind leider viele Untersuchungen keine Kassenleistung, jedoch gibt es selbst bei einer Restsehfähigkeit von 30 % viele geeignete Hilfsmittel. Ein grober Anhaltspunkt für die Selbstdiagnose ist eine Verzerrung bei einem Gittermuster, z. B. bei Fließen im Bad, und sollte Anlass zur augenärztlichen Klärung sein. Als vorbeugende Maßnahmen empfahl Herr Kassebaum durch ausgewogene Ernährung eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes zu vermeiden. Zusätzlich hat die Ernährung mit Vitamin E-, Lutein- und Omega3- und ungesättigten Fettsäuren günstigen Einfluss. Sonnenbrillen mit UV- und Blaulichtfiltern sind auch bei anderen Augenerkrankungen empfehlenswert. Die Lichtquellen sollten möglichst geringe Lichttemperaturen in der Beschreibung ausweisen. Bei Betroffenheit mit Makuladegeneration sind im Wohnbereich besonders gute Lichtquellen wichtig, sowie farbliche oder anderweitige deutliche Kennzeichnung von Spolterfallen hilfreich. Weitere Hilfsmittel wie Lupen oder Lesegeräte sollten zur Erhaltung der Lesefähigkeit unbedingt in Anspruch genommen werden, um die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu erhalten. Abschließend empfahl Herr Kassebaum den regelmäßigen Besuch beim Augenarzt und dem Optiker des persönlichen Vertrauens.

 

Chefarzt Dr. Thomas Löffler, Unfallchirurg und Orthopäde -Referat über „Typische Verletzungen im Alter und deren Therapie“

Pressebericht für die Sitzung des Seniorenbeirates vom 07.11.2016

 

Auf Einladung des Seniorenbeirates der Stadt Schongau referierte Chefarzt Dr. Thomas Löffler, Unfallchirurg und Orthopäde über „Typische Verletzungen im Alter und deren Therapie“. Bei der kurzen Vorstellung seines beruflichen Werdeganges zeigte sich bereits die hohe fachliche Kompetenz des Referenten. Einleitend erläutert er, dass sich aufgrund der demographischen Entwicklung der letzten 100 Jahre die Anzahl der altersbedingten Frakturen verdoppelt hat und in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen wird. Die Unfallursachen basieren im Alter vielfach auf Osteoporose-Erkrankungen und der zunehmenden körperlichen Gebrechlichkeit, einhergehend mit Muskelschwäche, und weiteren Erkrankungen.  Dr. Löffler gab praktische Hinweise auf mögliche Gefahrenpotentiale gesundheitlicher Art (z. B. Herz- oder neurologische Erkrankungen) und in Haus oder Wohnung (z.B. Stolperfallen mit losen Teppichen). Nach einem Unfall wird die Operation nach Möglichkeit innerhalb von 24 Stunden vorgenommen um einem Muskelschwund vorzubeugen. Die Operationen werden zunehmend risikoärmer, besonders auch durch sog. minimalinvasive Techniken, bei welchen die Muskeln geschont werden und dadurch der Patient umgehend mobilisiert werden kann.

 

Anhand von Verletzungs- und Patientenbeispielen verdeutlichte Dr. Löffler die Behandlungsmethoden von Brüchen an Hand-, Ellbogen-, Schulter-, Becken-, Hüft-, Oberschenkel-, Knie- und Fußgelenken damit durch möglichst frühzeitige Bewegungs- und Schmerztherapie die Wiederherstellung der Alltagsbeweglichkeit erzielt werden.

Mit dem Hinweis, dass von den Krankenkassen immer kürzere Liegezeiten gefordert werden, aber eine anschließende Rehabilitation im Zentrum für Altersmedizin am Krankenhaus die rasche Wiederherstellung der Selbständigkeit ermöglicht, beendete Dr. Löffler das Referat.